OÖVP-Landeshauptmann Stelzer und sein Landesrat Achleitner crashen Millionen für strategielosen Flughafen


Mayday, Mayday, Mayday! Der Flughafen Linz verliert weiter an Höhe: weiterhin zu wenige Passagiere, keine Strategie, aber Millionen an Steuergeld im Sinkflug. Während die ÖVP plan- und ziellos herumsteuert, zahlt die Bevölkerung die Bruchlandung.

Ein teurer Rückflug ohne Zukunftsplan

Nun ist es also offiziell: Für die nächsten drei bis vier Jahre wurde eine Fluglinie gefunden, die die Strecke Linz–Frankfurt wieder bedient. Geplant sind wöchentlich 18 Flüge, mit Maschinen von mindestens 70 Sitzplätzen. Rechnet man das nüchtern durch, ergibt sich eine maximale Kapazität von rund 65.500 Passagieren pro Jahr. Zum Vergleich: Im Jahr 2025 nutzten etwa 53.000 Menschen diese Verbindung. Das zeigt bereits, wie eng der tatsächliche Bedarf an der rechnerischen Obergrenze liegt – und wie wenig Spielraum nach oben bleibt.

Selbst wenn man diese Verbindung nun wieder einrechnet, ist insgesamt mit rund 260.000 abgefertigten Passagieren pro Jahr am Flughafen Linz zu rechnen. Das mag auf den ersten Blick nach Stabilisierung klingen, ist es aber nicht. Denn laut einem Bericht des Landesrechnungshofes von Ende 2025 wären rund 500.000 Fluggäste notwendig, um den Flughafen wirtschaftlich betreiben zu können. Alles darunter bedeutet strukturelle Verluste – und diese Verluste werden mit Steuergeld ausgeglichen.

Verluste auf zwei Ebenen – bezahlt von der Bevölkerung

Damit wird der Steuerzahler nicht nur wie in der Vergangenheit für den laufenden Abgang des Flughafens zur Kasse gebeten. Nun kommt auch noch die neue, ebenfalls verlustbringende Flugverbindung Linz–Frankfurt hinzu. Genau jene Verbindung übrigens, die von der Lufthansa Ende letzten Jahres eingestellt wurde – nicht aus Jux und Tollerei, sondern weil sie wirtschaftlich nicht tragfähig war.

Man könnte all das vielleicht noch nachvollziehen, wenn es Teil einer klaren, belastbaren Gesamtstrategie wäre. Wenn es darum ginge, eine Übergangsphase zu finanzieren, bis ein schlüssiges Konzept greift. Doch davon ist weit und breit nichts zu sehen. Der Eindruck drängt sich vielmehr auf, dass das Land Oberösterreich versucht, ein offenes Feuer mit immer neuen Scheinen Steuergeld zu löschen. Oder anders gesagt: Es wird Geld verbrannt, um den Schein eines funktionierenden Flughafens aufrechtzuerhalten. Ist ja auch egal – es ist ja „nur“ das Geld der Bevölkerung.

Eigentümerstruktur und der nächste Irrweg

Besonders bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang die Eigentümerstruktur: Das Land Oberösterreich und die Stadt Linz halten jeweils 50 Prozent am Flughafen. Und nun kommt Thomas Stelzer offenbar ernsthaft auf die Idee, dass das Land bis zu 100 Prozent dieses wirtschaftlich maroden und steuergeldfressenden Betriebs übernehmen könnte. Diese Meldung wurde Anfang Februar verlautbart – also definitiv nicht am 1. April. Ein Aprilscherz ist es also leider nicht.

Noch erstaunlicher ist, dass gleichzeitig ein Unternehmerkonsortium öffentlich und medial begleitet angeboten hat, die Anteile der Stadt Linz zu übernehmen und mit einer klaren Strategie den Flughafen wieder in wirtschaftliches Fahrwasser zu bringen. Dieses Angebot wird von der Politik jedoch ignoriert. Warum man nicht einmal ernsthaft darüber nachdenkt, die politischen Bruchpiloten – allen voran Markus Achleitner – abzulösen und wirtschaftliche Kompetenz an Bord zu holen, erschließt sich mir nicht.

Politik kann Wirtschaft nicht

Der Eindruck verfestigt sich: Die Politik glaubt offenbar, schlauer zu sein als die Wirtschaft. Genau deshalb wiederhole ich meine Aussage mit voller Überzeugung: Politik kann Wirtschaft nicht. Wäre es anders, müsste man nicht Millionen an Steuergeldern in einen Wunschtraum investieren – in den ÖVP-Wunschtraum eines funktionierenden Flughafens Linz, der ohne Subventionen schlicht nicht lebensfähig ist.

Was hier passiert, ist keine verantwortungsvolle Standortpolitik, sondern das Festhalten an einem Prestigeprojekt ohne realistische Perspektive. Die Rechnung dafür landet – wie so oft – nicht bei den politischen Entscheidungsträgern, sondern bei der Bevölkerung.

Weiter wie bisher?
Sicha ned!
Freiheit wird aus Mut gemacht!

Weiter
Weiter

Landesrat Achleitner weicht mündlicher Anfrage zu Flughafen Linz feige aus (2/2)